Neues Medikament SUN-627 zeigt vielversprechende Ergebnisse bei progressiver Multipler Sklerose

Das neue Medikament SUN-627, entwickelt von Sundance Biosciences, könnte eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit für progressive Formen der Multiplen Sklerose (MS) sein. In einer ersten klinischen Studie (Phase I) zeigte sich, dass SUN-627 die TYK2-Signalwege im Körper fast vollständig (>90 %) hemmen kann – und das über einen ganzen Tag hinweg. Besonders wichtig ist, dass der Wirkstoff auch in das Gehirn gelangt, wo er seine Wirkung entfalten kann. TYK2 ist ein Enzym, das das Immunsystem reguliert. Durch die Hemmung dieses Enzyms könnte SUN-627 chronische Entzündungen im Gehirn reduzieren, die bei der MS-Progression eine zentrale Rolle spielen. “Wir freuen uns, SUN-627 als potenziell bahnbrechende Behandlungsmethode für progressive MS voranzubringen – eine Erkrankung, für die es bisher nur wenige Therapieoptionen gibt”, erklärt Andrew Yost, CEO von Sundance Biosciences. “Die bisherigen Ergebnisse aus klinischen und präklinischen Studien bestärken uns in unserem Vorhaben. SUN-627 ist ein hochwirksamer, selektiver und gehirngängiger TYK2-Hemmer, der gezielt die Neuroentzündungen hinter der Blut-Hirn-Schranke bekämpfen kann. Diese Entzündungen sind ein Merkmal progressiver MS und werden von aktuellen Standardtherapien nicht ausreichend adressiert.” Die Hemmung von TYK2 im Gehirn könnte zudem die Aktivierung schädlicher Zellen und Botenstoffe reduzieren, die zu Nervenschäden und Demyelinisierung führen. Im Februar präsentierte auch Roche Daten zu einem anderen Wirkstoff (Fenebrutinib) für MS, allerdings zielt dieser auf einen anderen Signalweg (BTK) ab.

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