Neue Erfolge in der Lebertherapie: Zellbasierte Therapie verlängert transplantfreies Überleben bei Leberzirrhose

Das Biotech-Unternehmen Resolution Therapeutics freut sich über neue, vier Jahre umfassende Daten aus der MATCH-Studie der Universität Edinburgh. In dieser Studie wurde eine neuartige, regenerative Makrophagentherapie bei Patienten mit Leberzirrhose untersucht. Makrophagen sind eine bestimmte Art von Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei der Regeneration von Geweben spielen. Die Therapie basierte auf den eigenen Makrophagen der Patienten, die ohne genetische Veränderung eingesetzt wurden.

Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell, zeigen, dass diese Therapie sicher und gut verträglich ist. Es gab keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen. Besonders wichtig ist, dass Patienten, die mit dieser Makrophagentherapie behandelt wurden, deutlich länger ohne eine Lebertransplantation leben konnten als Patienten, die die Standardbehandlung erhielten. Genauer gesagt lebten nach vier Jahren noch 70 Prozent der behandelten Patienten ohne Transplantation, während es in der Vergleichsgruppe nur 40 Prozent waren.

Dr. Clifford Brass, medizinischer Leiter von Resolution Therapeutics, erklärte: „Wir gratulieren Professor Stuart Forbes und seinem Team der Universität Edinburgh zu diesem wichtigen Meilenstein. Unsere Arbeit wäre ohne ihre grundlegenden Forschungen nicht möglich gewesen. Die neuen Daten bestätigen den wissenschaftlichen Ansatz der regenerativen Makrophagentherapie, die Entzündungen und Vernarbungen in der Leber reduziert und damit eine bisher nicht ausreichend behandelbare medizinische Notlage adressiert. Wir freuen uns auf die Zwischenauswertungen der EMERALD-Studie, in der unsere weiterentwickelte Therapie RTX001 bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung getestet wird. Die Ergebnisse werden noch in diesem Jahr erwartet.”

Resolution Therapeutics entwickelt eine verbesserte Form der Makrophagentherapie namens RTX001. Dabei werden die Makrophagen des Patienten mit den entzündungshemmenden und gewebereparierenden Botenstoffen IL-10 und MMP9 ausgestattet. Diese Veränderungen sollen die Wirkung der Therapie verstärken und verlängern. Voruntersuchungen im Labor zeigen, dass diese veränderten Makrophagen wirksamer sind als die ursprünglichen, nicht veränderten Zellen. Das macht die Therapie auch für Patienten mit schweren Erkrankungen, einschließlich solcher mit früheren schweren Leberschäden, geeignet.

Neben RTX001 forscht das Unternehmen auch an weiteren Anwendungen dieser Therapie bei der Graft-versus-Host-Krankheit und bei Lungenfibrose.

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