Neue Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Medikamente: Europäisches Arzneibuch passt sich an moderne Technologien an

Die Europäische Arzneibuch-Kommission (EPC) hat die Gründung einer neuen Arbeitsgruppe namens *3D-Printed Medicinal Products Working Party (3DP WP)* beschlossen. Diese Gruppe wird sich damit beschäftigen, wie Qualitätsstandards für 3D-gedruckte Medikamente im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) festgelegt werden können. Ziel ist es, die sichere und effektive Nutzung dieser Technologie in der Medizin zu fördern. 3D-Druck ermöglicht die Herstellung von individuellen Medikamenten, die genau auf die Bedürfnisse von Patienten zugeschnitten sind – etwa durch angepasste Dosierungen, Wirkstoffkombinationen oder Freisetzungsprofile. Zudem können kleinere Chargen kostengünstig produziert werden, ohne dass große Mengen überproduziert werden müssen. Die Arbeitsgruppe wird prüfen, ob neue Texte für das Arzneibuch benötigt werden oder ob bestehende Regeln angepasst werden sollten. Außerdem werden Empfehlungen für zukünftige Arbeiten erarbeitet. Personen mit Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle oder Bewertung von 3D-gedruckten Medikamenten können sich bei der EPC melden und an der Arbeitsgruppe mitwirken. Auch Fachleute mit Kenntnissen in innovativen Technologien oder Analysemethoden sind willkommen. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt, um die personalisierte Medizin voranzubringen und moderne Fertigungstechnologien in der Pharmaindustrie zu etablieren.

Schreibe einen Kommentar