Das US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat das Medikament Rasonque (Wirkstoff: daraxonrasib) von Revolution Medicines als erstes gezieltes Therapieverfahren für Patient:innen mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Fortschritt, da Betroffene nun erstmals eine Behandlung erhalten, die direkt auf das krankheitsauslösende RAS-Protein einwirkt. Bisher mussten Ärzt:innen bei dieser aggressiven Krebsart vor allem auf intravenös verabreichte Chemotherapien zurückgreifen, obwohl RAS seit Jahrzehnten als Hauptauslöser und potenzielles Therapieziel bekannt ist.
Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen einer großen Phase-III-Studie, in der das neue Medikament die Überlebenszeit der Patient:innen fast verdoppeln konnte. Im Vergleich zu Standard-Chemotherapie stieg die mediane Überlebensdauer von 6,7 auf 13,2 Monate. Gleichzeitig reduzierte das Medikament das Risiko, an der Krankheit zu versterben, um 60 Prozent.
Rasonque ist ein speziell entwickeltes, oral einzunehmendes Medikament, das gezielt Krebsformen behandelt, die durch verschiedene häufige RAS-Genveränderungen ausgelöst werden. Dazu gehören neben Bauchspeicheldrüsenkrebs auch nicht-kleinzellige Lungenkrebs (NSCLC) und Darmkrebs.
Dr. Angelo de Claro von der FDA betonte, dass die Zulassung von Rasonque eine bedeutende neue Behandlungsoption für Patient:innen darstellt, deren Krebs bisher nur schwer behandelbar war. Die frühe Diagnose ist bei Bauchspeicheldrüsenkrebs oft schwierig, was die Therapie zusätzlich erschwert.
Experten wie Dr. Anna Berkenblit von der Organisation PanCAN sehen in Rasonque eine vielversprechende neue Standardtherapie für erwachsene Patient:innen mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs, die bereits eine systemische Therapie erhalten haben oder für eine Kombinationstherapie nicht infrage kommen.


