Biogen übernimmt US-Biotech-Firma RayThera – Erweiterung der Immunologie-Pipeline um neue Entzündungstherapien

Das US-amerikanische Pharmaunternehmen Biogen übernimmt die Biotech-Firma RayThera für bis zu 1 Milliarde US-Dollar. Dadurch erhält Biogen Zugang zu einem vielversprechenden Wirkstoffkandidaten, der bereits in der Phase I der klinischen Erprobung ist. Zudem übernimmt Biogen mehrere entzündungshemmende Substanzen, die bei verschiedenen durch das Immunsystem vermittelten Erkrankungen eingesetzt werden können. Dazu gehören etwa Autoimmunerkrankungen oder chronische Entzündungen. Biogen wird die weltweite Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Substanzen übernehmen. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen. Dr. Priya Singhal, Executive Vice President und Leiterin der Entwicklung bei Biogen, erklärte: „Mit dieser Übernahme stärken wir unsere Position in der Immunologie und erweitern unser Portfolio um Wirkstoffe, die uns den Einstieg in neue Krankheitsbereiche ermöglichen. Wir sind überzeugt, dass diese Substanzen unser langfristiges Entwicklungspotenzial deutlich verbessern, und freuen uns darauf, den ersten Kandidaten schnell in die klinische Erprobung zu bringen.“ Qing Dong, Mitgründer, Vorstandsvorsitzender und CEO von RayThera, ergänzte: „Biogen verfügt über starke globale Entwicklungskapazitäten in der Immunologie und ist daher der ideale Partner, um diese Wirkstoffe weiter voranzubringen – von der Phase I bis zur Markteinführung.“ RayThera könnte zusätzlich zu dem Kaufpreis auch bei Erreichen bestimmter klinischer und regulatorischer Meilensteine weitere Zahlungen erhalten. Parallel zu dieser Übernahme erreichte Biogen im März einen wichtigen Erfolg bei der Entwicklung eines Medikaments gegen eine seltene Epilepsieform, zorevunersen, das in Zusammenarbeit mit Stoke Therapeutics entwickelt wird. Daten aus zwei Phase-I/IIa-Studien sowie laufenden Langzeitstudien zeigen, dass der Wirkstoff als erste Substanz bei Dravet-Syndrom eine krankheitsmodifizierende Wirkung aufweist. Das bedeutet, dass der Wirkstoff den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann, statt nur die Symptome zu lindern.

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