Neues Medikament Nipocalimab zeigt gute Ergebnisse bei Lupus

Das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson hat vielversprechende Zwischenergebnisse aus einer Phase-2-Studie mit dem Wirkstoff Nipocalimab veröffentlicht. In der Studie, die den Namen JASMINE trägt, wurde untersucht, ob Nipocalimab bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem systemischem Lupus erythematodes (SLE) die Krankheitsaktivität nach 24 Wochen reduzieren kann. Die Ergebnisse zeigen, dass dies gelungen ist. Diese Verbesserung hielt auch nach 52 Wochen an. Besonders gut reagierten Teilnehmer, bei denen lupus-typische Antikörper nachgewiesen wurden – das betrifft etwa 80% aller Menschen mit SLE. Nipocalimab wirkt, indem es gezielt den neonatalen Fc-Rezeptor blockiert. Dadurch werden krankheitsauslösende Antikörper und Immunkomplexe im Körper reduziert, die Entzündungen verursachen. Es handelt sich um die erste Studie, die die Wirksamkeit dieser Blockade bei SLE nachweist. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt für die weitere Erforschung dieses Behandlungsansatzes. In der Studie erreichten 53,5% der Patienten, die Nipocalimab erhielten, nach 24 Wochen eine deutliche Besserung ihrer Krankheitssymptome. Zum Vergleich: In der Placebo-Gruppe waren es 46,7%. Nach 52 Wochen waren es 53,6% unter Nipocalimab gegenüber 39,7% unter Placebo. Auch die Anzahl der Patienten, die einen Zustand mit sehr geringer Krankheitsaktivität erreichten, war nach 52 Wochen höher. Das Medikament zeigte in der Studie ein Sicherheitsprofil, das mit früheren Erkenntnissen übereinstimmt. Es wurden keine neuen Sicherheitsrisiken identifiziert. Experten wie Richard Furie, Leiter der Rheumatologie am Northwell Health, betonen, dass die Ergebnisse hoffnungsvoll stimmen. Nipocalimab könnte demnach eine gezielte Behandlungsoption für viele Erwachsene mit mittelschwerem bis schwerem SLE sein. Für viele Betroffene bedeutet die Krankheit bisher ständige Krankheitsaktivität und das Risiko für bleibende Organschäden. Mark Graham, Bereichsleiter Immunologie bei Johnson & Johnson für Europa, den Nahen Osten und Afrika, sagt: Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Fortschritt in der Erforschung von SLE, einer komplexen Autoimmunerkrankung, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen kann.

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