Neues Medikament IMAAVY erstmals von der FDA für seltene Blutkrankheit zugelassen

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat das Medikament IMAAVY als erste gezielte Therapie für die sogenannte warme autoimmune hämolytische Anämie (wAIHA) zugelassen. Diese seltene Blutkrankheit wird durch schädliche Antikörper (Immunglobulin G, kurz IgG) verursacht, die die eigenen roten Blutkörperchen angreifen und zerstören. Dadurch kommt es zu schwerer Blutarmut, extremer Müdigkeit und einem erhöhten Risiko für weitere gesundheitliche Probleme. Betroffen sind etwa 1 von 8.000 Menschen. Bisherige Behandlungsmöglichkeiten wie Kortison oder Immunsuppressiva unterdrücken das gesamte Immunsystem und sind oft nicht ausreichend wirksam oder werden schlecht vertragen. IMAAVY setzt gezielt an der Ursache der Krankheit an: Es reduziert die krank machenden IgG-Antikörper im Blut, während die wichtigen B-Zellen des Immunsystems weitgehend erhalten bleiben. Dies kann zu einer nachhaltigen Besserung der Blutwerte und zur Linderung der Symptome führen. In klinischen Studien stieg der Hämoglobinwert der Patienten bereits eine Woche nach Beginn der Therapie im Mittel um 1 Gramm pro Deziliter an. Nach 24 Wochen zeigte sich zudem eine deutliche Verbesserung der körperlichen Erschöpfung. Mit IMAAVY gibt es nun erstmals eine spezifische Behandlung, die gezielt die krankheitsauslösenden Antikörper bekämpft und gleichzeitig das Immunsystem schont.

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