Neue Studie: Bioreaktor könnte Abfälle aus der Pharmaindustrie nachhaltig verwerten

Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein neuartiger Bioreaktor Abfälle aus der biotechnologischen und pharmazeutischen Produktion in Energie umwandeln kann. Forscher aus Japan haben ein System entwickelt, das gleichzeitig feste organische Abfälle und hochkonzentrierte Abwässer aus biotechnologischen Prozessen verarbeitet und dabei Methan gewinnt. Dies geschieht mithilfe von speziellen Mikroorganismen, die unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) arbeiten. Der von den Wissenschaftlern des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und des Kagoshima College entwickelte Reaktor, der so genannte *anaerobic baffled continuous stirring (ABCS) reactor*, ermöglicht eine stabile und langfristige Nutzung über mindestens 100 Tage hinweg. Im Vergleich zu herkömmlichen Reaktoren konnte die Methanproduktion um das 1,62-fache gesteigert werden. Bisher müssen feste organische Abfälle aus der Bioproduktion oft verbrannt und getrocknet werden, während hochkonzentrierte Abwässer in großen Anlagen behandelt werden müssen – beides energieintensive und damit wenig nachhaltige Verfahren. Die neue Technologie bietet eine umweltfreundlichere Alternative: Organische Abfälle werden durch Mikroorganismen abgebaut, wobei Energie in Form von Methan zurückgewonnen wird. Dies könnte den Bedarf an fossilen Brennstoffen in der Pharmaindustrie verringern, wie die Forscher in der Fachzeitschrift *Journal of Environmental Chemical Engineering* betonen. Die Studie könnte damit einen wichtigen Schritt für eine nachhaltigere Bioproduktion bedeuten.

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