Ein internationales Forscherteam aus Australien und den USA hat einen wichtigen Fortschritt bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoff-Pflastern erzielt. Diese Pflaster bestehen aus kleinen Nadeln, die sich in der Haut auflösen und den Impfstoff direkt in den Körper abgeben. Das Besondere daran: Sie müssen nicht gekühlt werden, was den Transport und die Lagerung deutlich vereinfacht.
Die Wissenschaftler entdeckten, dass die Stabilität des Impfstoffs stark von der Zusammensetzung des Pflasters abhängt. Ein spezieller Kunststoff (Polymer) und die richtige Dosierung der Impfstoffträgerpartikel (Lipid-Nanopartikel, LNPs) sind entscheidend, damit der mRNA-Impfstoff beim Trocknen und erneuter Auflösung seine Wirkung behält.
Dr. Brendan Dyett von der RMIT University in Australien erklärte: *„Viele mRNA-Impfstoffe müssen bisher bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden, was den Transport und die Verteilung teuer und aufwendig macht. Unsere Forschung zeigt, wie diese Pflaster so verbessert werden können, dass sie stabiler sind und einfacher verteilt werden können.“*
Calum Drummond, ebenfalls Forscher an der RMIT, ergänzte: *„Diese Technologie könnte Impfstoffe und Therapien zugänglicher machen, da sie einfacher zu handhaben und zu transportieren sind.“*
Die Forscher betonen, dass ihre Erkenntnisse nicht nur für Impfstoffe, sondern auch für andere Medikamente mit mRNA-Technologie genutzt werden könnten. Sie arbeiten nun daran, die Formulierung der Pflaster weiter zu optimieren.
Diese Entwicklung ist besonders wichtig, da bereits im vergangenen Jahr ein koreanisches Pharmaunternehmen mit einem ähnlichen Pflaster für ein Diabetes-Medikament vielversprechende Ergebnisse erzielte. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift *Advanced Functional Materials* veröffentlicht.


