Neue Daten zeigen: Medikament Pepaxti hilft auch Patient:innen mit Nierenproblemen bei Multiplen Myelom

Das schwedische Pharmaunternehmen Oncopeptides hat neue Studienergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass das Medikament Pepaxti auch bei Patient:innen mit Multiplen Myelom (einer Krebsart des Knochenmarks) und leichter bis schwerer Nierenfunktionsstörung wirksam und sicher ist. Etwa die Hälfte aller Patient:innen mit diesem Krebs leidet unter solchen Nierenproblemen, die oft zu schlechteren Behandlungsergebnissen führen. Die neue Studie bestätigt, dass Pepaxti auch für diese Patient:innen eine gute Behandlungsoption sein kann – vorausgesetzt, die Dosierung wird an die Nierenfunktion angepasst. Die Studie mit dem Namen BRIDGE wurde im Fachmagazin ‘Clinical Lymphoma, Myeloma and Leukemia’ veröffentlicht. Sie untersuchte, wie der Körper Pepaxti zusammen mit dem Wirkstoff Dexamethason verarbeitet, wie sicher die Therapie ist und wie gut sie wirkt. Die Ergebnisse zeigen: Wenn die Dosis von Pepaxti an die Nierenfunktion angepasst wird, kann die Krankheit gut kontrolliert werden, ohne die Nieren weiter zu belasten oder die Sicherheit zu gefährden. Dr. Ludek Pour, Studienleiter und Hämatologe-Onkologe am Universitätsklinikum Brno in Tschechien, erklärt: ‘Diese Ergebnisse sind für die tägliche Praxis sehr wichtig. Sie zeigen, dass Patient:innen mit Nierenproblemen durch eine angepasste Dosierung genauso gute Behandlungsergebnisse und Überlebenschancen haben können wie andere Patient:innen – ohne zusätzliche Risiken für die Nieren.’ Die Studie ergab, dass die Einnahme von Pepaxti in einer niedrigeren Dosis von 30 mg bei Patient:innen mit leichter Nierenfunktionsstörung zu ähnlichen Behandlungserfolgen führte wie in früheren Studien mit breiteren Patientengruppen. Zudem blieb die Nierenfunktion bei den meisten Teilnehmer:innen stabil oder verbesserte sich sogar leicht. Die Hauptnebenwirkungen waren Blutbildveränderungen, die bereits aus früheren Studien bekannt sind. Die Behandlungserfolge waren vielversprechend: Bei einer Startdosis von 40 mg sprachen 47,6 % der Patient:innen auf die Therapie an, bei einer Startdosis von 30 mg waren es 70 %. Die Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit betrug im Schnitt 8,6 Monate (bei 40 mg) bzw. 7,7 Monate (bei 30 mg). Stefan Norin, Medizinischer Direktor von Oncopeptides, betont: ‘Diese Studie liefert wichtige wissenschaftliche Bestätigung für die Anwendung von Pepaxti – besonders für Patient:innen mit Nierenproblemen. Sie zeigt, dass Pepaxti in einer optimierten Dosis von 30 mg sicher eingesetzt werden kann und damit mehr Patient:innen helfen kann.’ Die Ergebnisse geben Ärzt:innen mehr Sicherheit, Pepaxti auch bei dieser schwierigen Patientengruppe einzusetzen.

Schreibe einen Kommentar