Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis und der US-amerikanische Biotech-Spezialist Antares Therapeutics haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um neue Krebsmedikamente zu entwickeln. Im Rahmen dieser Partnerschaft sollen erstmals bestimmte kleine Moleküle, sogenannte Small-Molecule-Therapien, gegen Krebs getestet werden. Diese Medikamente richten sich gegen vielversprechende, aber bisher als schwer behandelbar geltende Krebsziele. Der Deal hat einen Gesamtwert von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar. Antares Therapeutics erhält dafür als führender Forschungspartner eine Vorauszahlung von 105 Millionen US-Dollar.
Fiona Marshall, Präsidentin für biomedizinische Forschung bei Novartis, betonte: „Novartis ist bestrebt, innovative Ansätze in der Krebsforschung voranzutreiben und die Grenzen der möglichen Krebstherapien zu erweitern. Viele der heute vielversprechendsten Krebsziele galten bisher als schwer behandelbar. Wir glauben, dass diese Zusammenarbeit das Potenzial hat, eine neue Welle gezielter Therapien zu ermöglichen und den Patienten echte Fortschritte zu bringen.“
Dr. Adam Friedman, Chief Executive Officer von Antares Therapeutics, ergänzte: „Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unsere Forschungskapazitäten mit den weltweiten Entwicklungskompetenz und der globalen Reichweite von Novartis zu verbinden. So können wir unsere wissenschaftliche Arbeit schneller in bahnbrechende Therapien für Patienten umwandeln – schneller, als wir es allein schaffen könnten.“
Bereits im Vormonat hatte Pfizer mit dem chinesischen Unternehmen Innovent einen Deal über 10,5 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Dabei geht es um die gemeinsame Entwicklung von 12 neuen Krebsmedikamenten, sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC). Diese Medikamente befinden sich aktuell in vier verschiedenen frühen klinischen Studien (Phase I).
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Krebs- und Stoffwechselmedizin ist die kürzliche Zulassung des neuen Abnehm-Medikaments Foundayo (orforglipron) des US-Konzerns Eli Lilly durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA. Das Medikament gehört zur Gruppe der GLP-1-Therapien und wird in einer neuen Produktionsstätte in Alabama (USA) hergestellt. David Ricks, Chairman und CEO von Eli Lilly, erklärte damals, dass die Zulassung von Foundayo den Zugang zu GLP-1-Therapien erweitere und „den Weg für eine bessere Versorgung von Menschen mit Adipositas oder Übergewicht sowie damit verbundenen gesundheitlichen Problemen ebnen“ könne.


