Das Jahr 2025 begann mit einem großen Deal im Pharmabereich: Johnson & Johnson kaufte für 14,6 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Intra-Cellular Therapies. Dies war die größte Übernahme des Jahres. Danach gab es zwar noch weitere Übernahmen, aber keine mehr in dieser Größenordnung. In den letzten Jahren waren große Übernahmen eher selten. Stattdessen setzen die Pharmakonzerne auf kleinere Übernahmen von Unternehmen, die noch in der Entwicklung von Medikamenten sind. Dabei konzentrieren sie sich auf bestimmte Therapiegebiete, in denen sie großes Potenzial sehen. Dass die beiden größten Deals dieses Jahr mit der Neurowissenschaft zu tun haben, ist kein Zufall. Viele große Pharmakonzerne hatten sich früher aus diesem Bereich zurückgezogen, weil die Forschungsergebnisse nicht zufriedenstellend waren. Jetzt kehren sie zurück, weil die Forschung Fortschritte macht und die Aussichten gut sind. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit gibt es also gute Gründe für solche Übernahmen. Viele große Pharmakonzerne müssen nämlich neue Medikamente entwickeln, weil die Patente für ihre bisherigen Medikamente bald ablaufen. Sie müssen also neue Einnahmequellen finden, um weiter wachsen zu können. Hier sind die drei größten Deals des Jahres und was sie über die Zukunft der Pharmabranche verraten: Johnson & Johnson kaufte für 14,6 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Intra-Cellular Therapies. Damit will Johnson & Johnson sein Angebot im Bereich psychische Gesundheit erweitern. Das Unternehmen hat bereits mit dem Medikament Spravato, das auf Ketamin basiert, gute Erfahrungen gemacht. Spravato hat im Jahr 2024 einen Umsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar gemacht. Jetzt will Johnson & Johnson mit dem Medikament Caplyta von Intra-Cellular Therapies, das bereits auf dem Markt ist und gut verkauft wird, noch mehr Erfolg haben. Johnson & Johnson verkauft gerade seine Orthopädie-Sparte und hat vor einigen Jahren seine Konsumgüter-Sparte verkauft. Damit will das Unternehmen sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren: die Entwicklung und den Verkauf von Medikamenten. Novartis kaufte für 12 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Avidity Biosciences. Avidity entwickelt Medikamente gegen neuromuskuläre Erkrankungen. Novartis will mit dieser Übernahme seine Expertise nutzen, um die Medikamente von Avidity erfolgreich auf den Markt zu bringen. Novartis hat bereits mit dem Medikament Zolgensma, das gegen spinale Muskelatrophie eingesetzt wird, gute Erfahrungen gemacht. Pfizer kaufte für 10 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Metsera. Dabei gab es ein richtiges Bietergefecht mit dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk. Am Ende hat Pfizer gewonnen. Pfizer will mit dieser Übernahme in den Markt für Medikamente gegen Übergewicht einsteigen. Metsera hat ein Medikament in der Entwicklung, das ähnlich gut wirkt wie das Medikament Zepbound von Eli Lilly. Pfizer hat nach der Corona-Pandemie große Verluste gemacht, weil die Umsätze mit den Corona-Impfstoffen stark zurückgegangen sind. Jetzt will das Unternehmen mit dieser Übernahme wieder wachsen.



