Neue Forschung unterstützt FDA-Empfehlungen: Wie Verunreinigungen in generischen Peptid-Medikamenten sicherer erkannt werden

Generika-Hersteller von Peptid-Medikamenten könnten bald besser in der Lage sein, unerwünschte Immunreaktionen zu vermeiden. Das liegt an einer neuen Studie der Unternehmen EpiVax und Cubrc, die mit Unterstützung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA durchgeführt wurde. Die Forscher untersuchten, ob Verunreinigungen in generischen Versionen des Osteoporose-Medikaments Teriparatid das Immunsystem beeinflussen könnten. Teriparatid ist ein künstlich hergestelltes Peptid, das dem natürlichen Hormon ähnelt. Die FDA empfiehlt seit Kurzem, dass Hersteller von synthetischen Generika solche Risiken prüfen müssen, bevor sie ein neues Medikament auf den Markt bringen. Die Wissenschaftler nutzten moderne Computerprogramme und Labortests, um mögliche Verunreinigungen zu identifizieren. Dabei fanden sie heraus, dass einige Verunreinigungen stärker immunogen wirken könnten als das Originalmedikament selbst. Das bedeutet, dass sie möglicherweise allergische Reaktionen oder andere unerwünschte Immunantworten auslösen. Besonders interessant war die Entdeckung einer Region im Teriparatid-Molekül, die normalerweise das Immunsystem beruhigt. Diese schützende Wirkung könnte jedoch durch bestimmte Verunreinigungen verloren gehen. Dr. Vibha Jawa, Wissenschaftsleiterin bei EpiVax, betont, dass die Kombination aus Computermodellen und Labortests entscheidend ist, um solche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Die Erkenntnisse sollen Herstellern helfen, die Sicherheitsanforderungen der FDA besser zu erfüllen und gleichzeitig bezahlbare Generika sicherer zu machen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift *Frontiers in Immunology* veröffentlicht.

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