Eine gemeinsame Studie der Durham University in Großbritannien und des Pharmakonzerns Pfizer zeigt, dass eine mechanochemische Methode namens CSA-LAG die Kristallisationsprozesse bei der Herstellung von Wirkstoffen (API) deutlich beeinflussen könnte. Die Forscher um Theodosiou entwickelten einen thermodynamischen Rahmen, der eine schnelle Bewertung von Lösungsmitteln während der Wirkstoffproduktion ermöglicht. Dieser Ansatz könnte die Entwicklung von CSA-LAG in der pharmazeutischen Herstellung unterstützen, indem er eine skalierbare, robuste, effiziente und adaptive Methode zur Kartierung der thermodynamischen Landschaften von Solvaten und Hydraten bietet. CSA-LAG ermöglicht eine schnelle und genaue Erforschung von Phasendiagrammen für verschiedene pharmazeutische Verbindungen, die Hydrate und Solvate mit unterschiedlichen Lösungsmitteln bilden. Im Vergleich zu herkömmlichen Schlammversuchen erfordert CSA-LAG weniger Material und Zeit und bietet eine hohe Reproduzierbarkeit. Die genaue Definition von Lösungsmittelgrenzen kann einen monatelangen empirischen Screening-Prozess in einen schnellen, thermodynamisch geleiteten Arbeitsablauf umwandeln. Die Studie zeigt, dass CSA-LAG eine robuste Methode zur Untersuchung der Kristallisationsthermodynamik mittels Mechanochemie innerhalb von Minuten ist, was einen neuen Maßstab für die schnelle und ressourceneffiziente Kartierung von Solvatlandschaften setzt. Die Forschung wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.


