Neues Medikament Tezspire zeigt vielversprechende Wirkung bei eosinophiler Ösophagitis

Ein neuartiger Antikörper namens Tezspire (Wirkstoff: tezepelumab-ekko) hat in einer aktuellen Phase-III-Studie deutliche Verbesserungen bei der eosinophilen Ösophagitis (EoE) gezeigt. Diese Erkrankung führt zu Entzündungen der Speiseröhre und verursacht Schluckbeschwerden. Tezspire ist der erste Antikörper, der gezielt den Botenstoff Thymic Stromal Lymphopoietin blockiert. Bisher wurde Tezspire bereits bei schwerem Asthma und chronischer Nasennebenhöhlenentzündung mit Nasenpolypen eingesetzt. Die neuen Ergebnisse belegen nun, dass das Medikament auch bei EoE wirksam ist. Die Studie namens CROSSING untersuchte zwei Dosierungen von Tezspire im Vergleich zu einem Placebo. Die Patienten erhielten alle vier Wochen eine Spritze unter die Haut. Nach 24 Wochen hatte Tezspire sowohl die Entzündung als auch die Schluckbeschwerden deutlich reduziert. Die positiven Effekte hielten über 52 Wochen an. Dr. Arjan Bredenoord, der leitende Prüfarzt der Studie, betonte, dass viele EoE-Patienten trotz bestehender Therapien weiterhin unter starken Beschwerden wie Schluckschwierigkeiten und emotionalen Belastungen leiden. Tezspire könnte hier eine neue Behandlungsoption bieten, um die Krankheit in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Die Hersteller AstraZeneca und Amgen planen, die vollständigen Studienergebnisse auf einer kommenden medizinischen Konferenz vorzustellen. Bereits 2012 hatten die beiden Unternehmen eine Zusammenarbeit zur Weiterentwicklung von Tezspire vereinbart. Während AstraZeneca die Entwicklung vorantreibt, ist Amgen für die Produktion zuständig. Neben Tezspire wurde kürzlich auch das Medikament Uplizna (Inebilizumab) in der EU für die seltene Autoimmunerkrankung generalisierte Myasthenia gravis zugelassen. Zudem wurde 2024 in der EU Dupixent (Dupilumab) als erste Behandlung für junge Kinder mit EoE zugelassen.