Neues Alzheimer-Medikament Leqembi Iqlik jetzt in den USA verfügbar: Einfacher zu verabreichen als bisher

Die Pharmaunternehmen Eisai und Biogen haben bekannt gegeben, dass in den USA ein neues Medikament namens Leqembi Iqlik erhältlich ist. Dabei handelt es sich um eine einmal wöchentlich zu spritzende Autoinjektor-Version des Wirkstoffs Lecanemab (Handelsname Leqembi), der speziell für die Anfangsbehandlung von Alzheimer im frühen Stadium entwickelt wurde. Das Medikament ist zugelassen für Erwachsene mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz aufgrund von Alzheimer, zusammengefasst als frühes Alzheimer (early AD).

Im frühen Alzheimer-Stadium treten oft noch keine starken Symptome auf, sondern eher subtile Anzeichen wie Vergesslichkeit, Verwirrung oder Wortfindungsstörungen. Bisher musste Leqembi über eine Infusion in die Vene (intravenös) gegeben werden. Jetzt gibt es die neue Autoinjektor-Version, die Patienten selbst oder ihre Betreuer zu Hause anwenden können. Das erleichtert den Start der Therapie deutlich.

Für die Anfangstherapie wird Leqembi Iqlik in einer Dosis von 500 mg einmal pro Woche verabreicht. Dazu müssen zwei separate Injektionen mit je 250 mg hintereinander gesetzt werden, was etwa 15 Sekunden dauert. Nach 18 Monaten der Behandlung – entweder mit der Infusion oder der Spritzentherapie – kann die Dosierung auf 360 mg einmal wöchentlich umgestellt werden, um die Behandlung fortzusetzen.

Wichtig: Patienten können das Medikament während der gesamten Therapiezeit entweder als Infusion oder als Spritzen anwenden. Ein Wechsel zwischen den beiden Anwendungsformen ist möglich. Diese Flexibilität soll den Alltag von Patienten und ihren Betreuern erleichtern und die Behandlung so bequemer machen.

Durch die Möglichkeit, die Therapie sowohl für den Start als auch für die Fortführung zu Hause durchzuführen, können wertvolle Zeit und Ressourcen gespart werden. Bisher mussten Patienten für die Infusionen oft stundenlang in Kliniken oder Arztpraxen verbringen. Mit den Autoinjektoren entfällt dies, was die Planung des Alltags deutlich vereinfacht.

Zusätzlich kann die Anwendung zu Hause den Pflegeaufwand verringern und die Belastung durch häufige Arztbesuche reduzieren. Auch das Gesundheitssystem profitiert, da weniger Infusionsvorbereitungen und Überwachung durch Pflegepersonal nötig sind. Dadurch könnte die gesamte Alzheimer-Therapie effizienter gestaltet werden.

Wie bei der Infusionstherapie muss auch bei der Anwendung des Autoinjektors vor Beginn der Behandlung und zu bestimmten Zeitpunkten danach ein MRT des Gehirns durchgeführt werden, um mögliche Nebenwirkungen wie ARIA (Amyloid-bedingte bildgebende Veränderungen) zu überwachen.

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