Neues Biosimilar-Entwicklungszentrum in Slowenien: Sandoz investiert über 99 Millionen US-Dollar in modernste Forschung

Der Pharmakonzern Sandoz hat in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, ein neues Entwicklungszentrum für Biosimilars eröffnet. Mit Kosten von rund 99 Millionen US-Dollar ist dies die größte Investition in diesem Bereich und das erste von drei geplanten Großprojekten in dem Land. Das hochmoderne, 10.000 Quadratmeter große Gebäude soll die internen Fähigkeiten von Sandoz im Bereich der Biosimilar-Forschung stärken. Moderne Analyseverfahren und Datenwissenschaften werden dort eingesetzt, um die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars zu beschleunigen. Insgesamt plant Sandoz Investitionen von über 1,1 Milliarden US-Dollar in Slowenien. Das neue Zentrum soll dazu beitragen, die Chancen der sogenannten ‘Goldenen Dekade’ für Biosimilars zu nutzen. In den nächsten zehn Jahren laufen viele wichtige Patente für biologische Medikamente aus, was den Markt für Biosimilars stark wachsen lässt. Laut Richard Saynor, CEO von Sandoz, wird das neue Zentrum die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars effizienter machen. Dadurch sollen hochwertige und bezahlbare Medikamente schneller auf den Markt kommen. Saynor betonte, dass dies die Gesundheitsversorgung für Patienten verbessern und die Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme unterstützen werde. Gilbert Ghostine, Vorsitzender von Sandoz, ergänzte, dass mit dem neuen Zentrum in Wissenschaft und Forschung investiert werde, um Patienten schneller und günstiger hochwertige Biosimilars zur Verfügung zu stellen. Das Entwicklungszentrum in Ljubljana ist Teil einer größeren Strategie von Sandoz, seine Präsenz in Europa auszubauen. Bereits im Juli vergangenen Jahres wurde der Bau eines neuen sterilen Produktions- und Verpackungszentrums in Brnik, Slowenien, angekündigt. Zudem hat Sandoz kürzlich das Biosimilar-Standort von Just-Evotec Biologics in Toulouse, Frankreich, übernommen. Um sein Portfolio weiter zu stärken und vom wachsenden Biosimilar-Markt zu profitieren, hat Sandoz im März eine Zusammenarbeit mit Samsung Bioepis vereinbart. In diesem Rahmen könnten bis zu fünf neue Biosimilars entwickelt und das Portfolio von Sandoz um bis zu 32 weitere biologische Medikamente erweitert werden.

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