Bayer erhält Zulassung in Großbritannien für Kerendia (Finerenon) bei chronischer Herzschwäche

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat Kerendia (Wirkstoff: Finerenon) von Bayer für erwachsene Patient:innen mit symptomatischer chronischer Herzschwäche und einer linksventrikulären Auswurffraktion von 40 % oder mehr zugelassen. Diese Zulassung umfasst sowohl die Herzschwäche mit leicht eingeschränkter als auch die mit erhaltener Pumpfunktion – zwei Formen der Herzschwäche, die zusammen etwa die Hälfte aller Fälle in Großbritannien ausmachen. Dr. Fozia Ahmed, Kardiologin am Manchester University NHS Foundation Trust, erklärt: „Die Herzschwäche mit leicht eingeschränkter und mit erhaltener Pumpfunktion sind besonders schwierig zu behandeln. Sie betreffen einen großen Teil der Patient:innen im britischen Gesundheitssystem und gehen mit hohen Krankenhausaufenthalten und Sterberaten einher. Bisher gab es für die Herzschwäche mit erhaltener Pumpfunktion nur wenige wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Die Zulassung von Kerendia gibt Ärzt:innen nun eine weitere zugelassene Option für die Therapie dieser bisher oft unzureichend versorgten Patient:innen an die Hand.“ Die Zulassung basiert auf der Phase-3-Studie FINEARTS-HF, an der 6.001 Erwachsene mit symptomatischer Herzschwäche und einer Auswurffraktion von mindestens 40 % teilnahmen. Finerenon senkte das Risiko für das kombinierte Hauptziel (kardiovaskulärer Tod oder weitere Herzschwäche-Ereignisse) um 16 % über einen durchschnittlichen Zeitraum von 32 Monaten im Vergleich zu einem Placebo. Die Vorteile zeigten sich in allen Untergruppen, und das Medikament wurde insgesamt gut vertragen. Finerenon ist der erste nicht-steroidale Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonist, der in einer Phase-3-Studie eine klare Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe nachweisen konnte. In Großbritannien leben über eine Million Menschen mit Herzschwäche, wobei die Prognose bei Patient:innen mit erhaltener Pumpfunktion besonders ungünstig ist.

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