In einer großen Studie namens LANTERN werden über 5.000 Patienten vor geplanten Operationen in 14 Krankenhäusern der HCA Healthcare in den USA und vier Zentren in Kanada untersucht. Ziel ist es, eine neue Methode zur Vorbeugung von Wundinfektionen nach Operationen (sogenannte *surgical site infections*, SSIs) zu testen. Bisher wird standardmäßig das Antibiotikum Mupirocin eingesetzt, das Patienten fünf Tage lang selbst zu Hause anwenden müssen. Die neue Methode namens *Steriwave* ist dagegen eine nicht-antibiotische Behandlung, die von einer Pflegekraft in nur fünf Minuten durchgeführt wird. Dadurch besteht eine hundertprozentige Compliance, da die Anwendung nicht vom Patienten selbst abhängt. Wundinfektionen nach Operationen verursachen in den USA jährlich Kosten von etwa 35 Milliarden US-Dollar für das Gesundheitssystem. Carolyn Cross, Geschäftsführerin des kanadischen Unternehmens Ondine Biomedical, erklärt: *„Die LANTERN-Studie ist ein wichtiger Schritt, um zu untersuchen, ob eine universelle Nasendesinfektion das Risiko für Wundinfektionen nach Operationen deutlich senken kann. Sobald die Studie vollständig abgeschlossen ist, werden wir die ersten Ergebnisse veröffentlichen und uns um eine Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA bemühen, um dieses große Problem im Gesundheitssystem zu lösen.“* Steriwave wird bereits in Krankenhäusern im Vereinigten Königreich, der EU und Kanada eingesetzt, sowohl vor Operationen als auch zur Infektionskontrolle auf Intensivstationen. Die FDA hat Steriwave bereits als *Qualified Infectious Disease Product* eingestuft und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (*Fast Track*) ermöglicht. Die ersten Ergebnisse der LANTERN-Studie werden voraussichtlich im Frühjahr 2026 veröffentlicht. Ondine Biomedical ist ein kanadisches Unternehmen, das sich auf Therapien mit Licht zur Bekämpfung von Keimen spezialisiert hat und weitere Produkte auf Basis dieser Technologie entwickelt.


