Neue Hoffnung für Patienten mit Durchblutungsstörungen: Erste Patientin in klinischer Studie behandelt

Das Unternehmen Aplagon hat die erste Patientin in seine Phase-2a-Studie namens HEALING aufgenommen. In dieser Studie wird das Medikament APAC untersucht, das bei Durchblutungsstörungen in den Beinen helfen könnte. Die Studie findet in Finnland statt und soll bis zu 42 Patienten einschließen. Dabei wird geprüft, ob APAC sicher ist und erste Hinweise auf Wirksamkeit zeigt, wenn es in die Vene gespritzt wird. Außerdem wird untersucht, wie das Medikament Entzündungen und Gerinnselbildung im Körper beeinflusst. CLTI ist eine schwere Form der Durchblutungsstörung, die durch Verengung der Gefäße entsteht. Dabei wird die Blutversorgung stark eingeschränkt, was zu einem hohen Risiko für Amputationen und eine hohe Sterblichkeit innerhalb eines Jahres führt. In einer vorherigen Studie mit gesunden Freiwilligen wurde APAC gut vertragen und zeigte, dass es die Blutgerinnung vorübergehend hemmt. Eine weitere Studie mit einer speziellen Bildgebungstechnik soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Aki Prihti, der Geschäftsführer von Aplagon, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen wichtigen Meilenstein erreicht haben und die erste Patientin in unsere Studie aufgenommen haben. Diese Erkrankungen sind häufig und schwerwiegend. Unser innovativer Ansatz könnte bei vielen Gefäßerkrankungen helfen, die durch Entzündungen und Gerinnsel verursacht werden. Unser Medikament kann einfach in der Klinik gegeben werden, was die Anwendung für Ärzte erleichtert.“ Maarit Venermo, Professor für Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Helsinki, erklärt: „Ziel der Studie ist es, die Behandlung von Durchblutungsstörungen zu verbessern. APAC kann die Verklumpung von Blutplättchen und die Blutgerinnung verhindern. Frühere Studien zeigen, dass es auch Entzündungen in geschädigtem Gewebe reduziert. Dadurch könnte APAC die Heilung von Gewebeschäden beschleunigen und die Notwendigkeit für weitere Eingriffe verringern.“ Aplagon plant zudem eine weitere Studie im Jahr 2026 für eine andere Erkrankung in Europa, nachdem erste vielversprechende Ergebnisse vorliegen.

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