Eli Lilly baut Produktion in China aus

Eli Lilly plant, 3 Milliarden Dollar in China zu investieren, um dort Tabletten herzustellen und sein neues Medikament gegen Fettleibung, Orforglipron, auf dem chinesischen Markt anzubieten. Dafür wird das Unternehmen seine bestehende Anlage in Suzhou nutzen und ein Netzwerk von Partnern aufbauen, um die Produktion zu erweitern. Ein Teil der Investitionen fließt in eine Zusammenarbeit mit dem Vertragshersteller Pharmaron im Wert von 200 Millionen Dollar, um die Produktion bei Bedarf auszuweiten. US-amerikanische und europäische Pharmaunternehmen investieren zunehmend in China, sowohl um den lokalen Markt zu bedienen als auch um neue Medikamente zu entwickeln. Lilly hat kürzlich eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen Innovent erweitert, um gemeinsam Krebs- und Immunmedikamente zu entwickeln. China ist nicht nur ein wichtiger Markt für bereits zugelassene Medikamente, sondern auch eine Quelle für neue Wirkstoffe. Große Pharmaunternehmen wie Roche, AstraZeneca, Novartis und AbbVie haben bereits Lizenzvereinbarungen mit chinesischen Herstellern geschlossen. AstraZeneca plant beispielsweise, seine Produktionsinvestitionen in China um 15 Milliarden Dollar zu erhöhen. Gleichzeitig steht die Branche unter Druck der US-Regierung, die Produktion in die USA zu verlagern, um unabhängiger von China und anderen geopolitischen Rivalen zu werden. Lilly hat bereits 27 Milliarden Dollar in US-Investitionen zugesagt, um die Produktion in den USA auszubauen. Dennoch will Lilly auch in China produzieren, insbesondere das Medikament Orforglipron, das derzeit von der chinesischen Arzneimittelbehörde geprüft wird. In einem Land mit über 1 Milliarde Einwohnern und einer geschätzten Fettleibigkeitsrate von fast 9% könnte das Medikament viele neue Kunden finden. Die Investitionen von Lilly konzentrieren sich auf das Werk in Suzhou, um die Produktion zu stärken und externe Partner einzubinden, um zusätzliche Produktionskapazitäten zu schaffen. In den letzten zwei Jahren hat Lilly 200 Millionen Dollar in das Werk in Suzhou investiert und zusätzlich ein Innovationszentrum und einen Inkubator für kleine Biotech-Unternehmen gegründet. Insgesamt hat das Unternehmen 6 Milliarden Dollar in China investiert, um sich in der gesamten Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung bis zur Vermarktung zu etablieren.

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