Neue Online-Plattform für günstige Medikamente: TrumpRx

Die Trump-Regierung hat eine neue Online-Plattform namens TrumpRx gestartet, auf der man etwa 40 Medikamente von verschiedenen Herstellern kaufen kann. Diese Medikamente sind Teil von Preisabsprachen mit der Regierung, die sicherstellen sollen, dass die Preise in den USA nicht höher sind als im Ausland. Zu den angebotenen Medikamenten gehören unter anderem Medikamente von Eli Lilly, Novo Nordisk, Pfizer, Merck & Co., AstraZeneca und ein IVF-Behandlungsmittel von EMD Serono. Dazu gehören auch Medikamente gegen Adipositas wie Zepbound und Wegovy. Die Plattform könnte für Menschen, die ihre Medikamente selbst bezahlen, eine finanzielle Entlastung bieten. Allerdings wird sie für die meisten Menschen, deren Medikamente über die Krankenversicherung abgedeckt sind, kaum einen Unterschied machen. Direktverkäufe von Medikamenten an Verbraucher sind ein wachsender Teil der Marketingstrategien großer Pharmaunternehmen. Diese Verkäufe umgehen die traditionellen Wege der Medikamentenabgabe. In der Vergangenheit wurden diese Kanäle genutzt, um mit günstigeren Generika zu konkurrieren. In letzter Zeit sind sie jedoch aufgrund des Drucks der Trump-Regierung und der Nachfrage nach Adipositas-Medikamenten, die oft nicht von privaten Krankenversicherungen abgedeckt werden, wichtiger geworden. TrumpRx ist ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung. Die Regierung hat eine Reihe von Medikamenten vorgestellt, die auf der Website verkauft werden, darunter Mittel gegen häufige Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes, Asthma, Ekzeme, Unfruchtbarkeit und Osteoporose. Neben den Adipositas-Medikamenten sind Novo Nordisks Diabetes-Medikament Ozempic und AstraZenecas Asthma-Medikament Bevespi Aerosphere die besten Verkäufer. Weitere Medikamente sollen in den kommenden Monaten hinzugefügt werden. Die Pharmaunternehmen, die diese Preisabsprachen mit der Regierung getroffen haben, erhalten im Gegenzug eine dreijährige Befreiung von pharmazeutischen Zöllen. Diese Absprachen umfassen größtenteils Medikamente, die nicht besonders profitabel sind, bereits stark rabattiert werden oder deren Patentschutz bald ausläuft. Die angebotenen Rabatte sind in vielen Fällen nicht besser als die Rabatte, die man über eine Krankenversicherung erhält, deren Beiträge unter der aktuellen Regierung jedoch steigen. Kritiker wie Ron Wyden, ein demokratischer Senator aus Oregon, sehen in TrumpRx nichts weiter als ein aufgewertetes Gutscheinheft, das die republikanische Agenda vorantreibt, um bezahlbare Gesundheitsversorgung für amerikanische Familien zu untergraben. Es ist noch unklar, was mit den Preisabsprachen passiert, falls der Supreme Court die Befugnis von Präsident Trump, Zölle zu erheben, nicht anerkennt. Der Supreme Court hat vor drei Monaten Anhörungen zu Klagen gegen diese Zölle durchgeführt, und eine Entscheidung wird bald erwartet. Die Regierung plant, diese Preisabsprachen in einem Gesundheitsplan zu verankern, der im Januar vorgestellt wurde.